Im Jahre 1881 gründet François Lorée, ehemaliger Atelierchef bei Triébert, sein eigenes Unternehmen zur Herstellung von Oboen. Sein Sohn Lucien, den er seine Kunst gelehrt hat, übernimmt die Firma nach des Gründers Tod im Jahre 1902. Unter Mitwirkung Georges Gillets, Lehrer am Conservatoire de Paris, modernisiert Lucien Lorée die Oboe durch viele kreative Erfindungen, so 1906 das berühmte "Conservatoire Modell", das schnell weltweit von den Solisten geschätzt wird. Der Instrumentenbauer Raymond Dubois übernimmt die Firma 1925, Lucien Lorée bleibt jedoch als Meister seines Faches für die Produktion verantwortlich. 1935 tritt Robert de Gourdon, Raymond Dubois' Schwiegersohn, in das Unternehmen ein und hat somit Gelegenheit mit Lucien Lorée eng zusammenzuarbeiten. Kenntnisse und Erfahrungen, die Robert de Gourdon ab 1967 seinem Sohn Alain vermittelt, der heute die Geschicke des Hauses leitet.

Alain de Gourdon übernimmt 1974 den Firmennamen Cabart, der heute für ein Schülerinstrument steht, welches durch stabile Intonation und hochwertige Qualität besticht. Auf Anregung vieler Lehrer, auch sehr jungen Schülern das Oboenspiel zu ermöglichen, wird die "Cabart Petites Mains" Oboe realisiert: ein leichteres Instrument mit vereinfachtem Conservatoire System und näher gelegten Klappen, das bei Kindern und Lehrern bereits grossen Anklang findet.

Die Oboenwelt verdankt ihm seit 1989 auch ein Modell "haut de gamme": "Le Royal", ein Meisterstück an musikalischen Qualitäten, Zuverlässigkeit und Ästhetik. Sie bleibt die Referenez für Oboïsten weltweit.

2006, anlässlich der 125-Jahrfeier des Hauses F.Lorée und des 100. Geburtstages des "Conservatoire Modells", erscheint ein limitiertes Sondermodell der ROYAL Oboe.